(LIF) „Sonne(n) mit Verstand – statt Sonnenbrand“ und „Alles rund um Zecken“

Ab 23.07.2015 werden die Mitarbeiter der Abteilung Gesundheit in der Zeit von 13.30 bis 16.30 Uhr, wie bereits in den Jahren zuvor, in den Schwimmbädern und Badeseen des Landkreises, beginnend im Schwimmbad Redwitz an der Rodach, für Fragen rund um den Sonnen- und Zeckenschutz der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

„Die Sommermonate haben begonnen, die Zeit intensiver Sonneneinstrahlung ebenso. Deshalb wollen wir darauf hinweisen, dass, wer seine Haut übermäßig lange und schutzlos der Sonne und ihrer ultravioletten Strahlung aussetzt, riskiert, dass nicht nur die Haut vorzeitig altert, sondern dass man auch seiner eigenen Gesundheit schadet!“, berichtet die Leiterin des Landratsamtes Lichtenfels, Abt. Gesundheit, Fr. Dr. A. Grottker. „Dies gilt insbesondere und gerade für Kinder, weil deren Haut viel empfindlicher auf Sonne reagiert, zarter ist und sich der UV-Eigenschutz erst noch entwickeln muss!“ ergänzt sie

So weiß man heute sehr genau, dass wiederholte, schwere Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend das Risiko an Hautkrebs zu erkranken deutlich erhöht. Da Kinder sehr viel in der freien Natur sind, sind sie dementsprechend zwangsläufig einem hohen Maß der Sonneneinstrahlung exponiert. „Es ist bekannt, dass jeder Mensch bis zum 18. Lebensjahr bereits circa 75 % der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, die er während seines ganzen Lebens erhält!“ berichtet Herr Lempetzeder weiter.

„Die Sonneneinstrahlung wird immer aggressiver und stellt zunehmend eine Gesundheitsgefährdung dar, insbesondere wenn man sich der Sonne zu lange und ohne jeden Schutz aussetzt!“
„Deshalb sind Präventionsmaßnahmen sehr sinnvoll!“ Das Einhalten bestimmter Verhaltensregeln trägt dazu bei, Folgeschäden durch Sonneneinstrahlung zu verhindern.

Prinzipiell gilt es, jeden Sonnenbrand zu vermeiden.

Dementsprechend sollten alle unbedeckten Körperteile ausreichend mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Das Sonnenschutzmittel müsse rechtzeitig, mindestens eine halbe Stunde, vor Sonnenexposition aufgetragen werden. Wichtig sei auch, sich ausreichend einzucremen, damit der Lichtschutzfaktor wirksam werde. Eltern müssten darauf achten, dass die Kinder wiederholt eingecremt würden. Insbesondere im Schwimmbad oder an Badeseen ist dies wichtig, um den Verlust an Sonnenschutzmittel durch Wasserkontakt, durch Abtrocknen und Schwitzen auszugleichen.

 

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass durch Zeckenstiche Krankheiten auf Menschen übertragen werden können und damit die Gesundheit der Betroffenen beeinträchtigt werden kann. Zecken übertragen unterschiedliche Erkrankungen, die für Menschen gefährlich werden können. Besonders erwähnenswert sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Viruserkrankung, für die eine Impfung zur Verfügung steht.

 

Auch der Landkreis Lichtenfels gehört laut dem Robert-Koch-Institut zu den Risikogebieten der FSME, die eine meldepflichtige Erkrankung ist.

Für die FSME gibt es Impfstoffe, die verträglich und wirksam sind.

Neben der Impfung gegen FSME und der antibiotischen Behandlung der Borreliose gibt es eine Vielzahl von Verhaltensweisen, die mit dazu beitragen, einen Zeckenstich zu vermeiden. Tragen Sie helle, verschließbare Kleidung, damit sie Sie die Zecken schneller erkennen. Tragen Sie die Strümpfe über den Hosenbeinen und tragen Sie geschlossene Schuhe. Reiben Sie unbekleidete Haut mit einem insektenabweisenden Mittel (Repellenz) ein. Bedenken Sie aber hierbei, dass diese Mittel Zecken nur eine Weile (circa 3 Stunden) abhalten können.

Auch die Borreliose, eine bakterielle Erkrankung, die bei Erkrankung spezifisch, d.h. antibiotisch, behandelt werden kann, wird durch Zecken übertragen. Eine Impfung steht hier nicht zur Verfügung. Sie kann klinisch sehr unterschiedlich verlaufen.

Neben der Haut können innere Organe, das Nervensystem und der Bewegungsapparat betroffen sein. Es werden drei Krankheitsstadien unterschieden: im Frühstadium kommt es nach einigen Tagen bis wenigen Wochen zu einer örtlichen Entzündung der Haut. Diese ringförmige, oft schmerzlose Rötung um die Stichstelle, die sich allmählich vergrößert, wird Erythema migrans oder Wanderröte genannt.

In diesem Stadium kann die Borreliose leicht mit Antibiotikum behandelt werden. Deshalb sollten Betroffene unbedingt ihren Hausarzt aufsuchen und sich behandeln lassen!

Unbehandelt geht die Erkrankung ins Stadium II, schließlich ins Stadium III über und kann, wenn nicht rechtzeitig antibiotisch behandelt wird, zu bleibenden Schäden führen.

Die Zeckensaison hat bereits begonnen und wird noch bis Ende September anhalten.

Bei Badewetter befinden sich die Infostände mit give aways in der Zeit von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr zu den beiden Themen am 23.07.2015 im Schwimmbad in Redwitz a.d.R., am 30.07.2015 am Badesee Rudufer in Michelau, am 06.08.2015 am Ostsee in Bad Staffelstein sowie am 13.08.2015 im Schwimmbad Kunomare in Burgkunstadt.

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