(HAS) Prototyp des Projektes „Rad & Apartment“ auf Landesgartenschau in Alzenau zu sehen

Unterfränkisches Projekt „Rad & Apartment“ auf der Landesgartenschau

Der Prototyp des Projektes „Rad & Apartment“ ist fertiggestellt und wird seit Ende Mai auf der Landesgartenschau in Alzenau der Öffentlichkeit präsentiert. Besuchen sie es doch einmal und machen sich selbst ein Bild vom neuen Radapartment! Sie finden das Radapartment am Stand der Bayerischen Forstverwaltung und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt im Energiepark der Landesgartenschau (Stand 38).

Weitere Informationen zur aktuellen Landesgartenschau: http://www.gartenschau-alzenau.de

 

Hintergrund des Projektes „Rad & Apartment“:

Vision und Zielsetzung

Bereits seit Jahren verzeichnet der Fahrradtourismus bemerkenswerte Umsätze und Zuwachsraten. Unterfranken zählt mit seinem erstklassigen Wegenetz zu den beliebtesten Rad- und Wanderregionen Deutschlands. Gleichzeitig ist der heimische Rohstoff Holz schon immer Lebensgrundlage, Lebenseinstellung und Identität in der Region. Was liegt da näher, als diese Stärken miteinander zu verknüpfen und naturnahen Urlaub in modernen Holzunterkünften anzubieten!?

 

Unser Angebot: RAD & APARTment

Mit RAD & APARTment wird die Nutzung der zahlreichen Rad- und Wanderwege für Touristen noch attraktiver. Dabei sollen die Urlauber auf ein wiedererkennbares einheitliches Design sowohl in der Außenhülle als auch in der Inneneinrichtung treffen. Die bauliche Umsetzung der Radapartments als Holzbauten widerspiegelt den unterfränkischen Holzreichtum und die starke Holzwirtschaft in der Region. Gemeinsam schaffen wir ein Netz qualitativ hochwertiger und behaglicher Übernachtungsmöglichkeiten für Aktivurlauber. Damit bieten wir Radfahrern, Wanderern und Naturliebhabern die Möglichkeit, der Natur noch einen Tick näher zu sein! Für Übernachtungsbetriebe, die sich auch auf diese Zielgruppe ausrichten, ist RAD & APARTment eine wertvolle Bereicherung ihres Angebotes.

 

Von der Idee zum Prototyp

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen der FH Würzburg-Schweinfurt wurde im Rahmen eines Studierendenwettbewerbs ein architektonisches Konzept für die Radapartments erarbeitet. Der den nun umgesetzten Radapartments zugrunde liegende Entwurf stammt von den Studentinnen Marie Markert und Julia Engelbrecht. An der Planung der Innenausstattung waren die Schüler der Meisterschule für das Schreinerhandwerk Ebern beteiligt.

Die praktische Umsetzung des ersten Radapartments lag von planerischer Seite in den Händen des Planungsbüros Gammel aus Lohr a. Main. Für die bauliche Ausführung zeichnet die Schreinerei Heusslein GmbH & Co. KG aus Birkenfeld verantwortlich.

Das Projekt wurde von Beginn an durch das Fachzentrum Diversifizierung und Strukturentwicklung am AELF Bad Neustadt a. d. Saale, das AELF Karlstadt sowie das Netzwerk Forst und Holz Unterfranken e. V. koordiniert und begleitet.

Der Prototyp wird derzeit auf der bayerischen Landesgartenschau in Alzenau präsentiert. Im Anschluss daran wird dieser in der Rhön seiner eigentlichen Bestimmung, der Beherbergung von Radfahrern, Wanderern und anderen Naturliebhabern, übergeben. Buchungen ab Herbst 2015 sind bereits jetzt bei der Weihersmühle in Fladungen möglich.

 

Ausstattung des Radapartments

Das Radapartment bietet auf 25m² alles, was sich Urlauber nach einem Tag im Sattel wünschen:

  • 4 Schlafplätze
  • Wohnraum mit Tischgruppe und Küchenzeile
  • Sanitärbereich mit Dusche sowie getrennte Toilette
  • Großzügige Terrasse
  • Abschließbare Fahrradbox als Unterstellmöglichkeit für Fahrräder

 

Material und Lieferung

Die komplette Inneneinrichtung ist aus hochwertiger und strapazierfähiger BauBuche gefertigt. Der innovative Werkstoff „BauBuche“ besteht aus geschältem Buchenfurnier, das getrocknet, geschnitten und verklebt wird und dann als Platte oder Balken vielseitig einsetzbar ist. Innovativ ist das Buchenfurnierschichtholz deshalb, weil damit heimisches Buchenholz im Baubereich auch konstruktiv eingesetzt werden kann, und nicht nur wie bisher als Treppen- und Bodenbelag.

Das Radapartment wird komplett vorgefertigt geliefert und mittels Autokran auf die vorbereiteten Fundamente bzw. die Bodenplatte gesetzt. Die Endmontage erfolgt dann vor Ort in der Regel innerhalb von zwei Tagen. Für Bauherren hat die weitgehende Vorfertigung den großen Vorteil eines sehr kurzen Baustellenbetriebs vor Ort.

Für die Zukunft ist die Einbindung aller Anbieter von Rad & Apartment in ein Betreibernetz mit gemeinsamen Marketingaktivitäten sowie eine enge Verknüpfung mit den Tourismusverbänden geplant.

 

Hintergrund zum Netzwerk Forst und Holz Ufr.:

Netzwerk Forst und Holz Unterfranken

 

Besondere Chancen liegen im Landkreis Haßberge mit einem Waldanteil von rund 381,26 km² und in der gesamten Region Unterfranken im Ausbau und der Vernetzung der Laubholzpotenziale als Alleinstellungsmerkmale entlang der Wertschöpfungskette Forst und Holz sowie in enger Vernetzung der Holzverarbeitungsbetriebe, ebenso im Bereich der Holzforschung.

Auf Initiative der Landkreise Bad Kissingen und Schweinfurt entsteht hierfür ein offenes Netzwerk als Plattform für Kooperation, Austausch und gemeinsame Stärkung des Branchenimage sowie zur Erschließung neuer Nutzungs- und Absatzpotenziale. Netzwerkpartner dafür sind:

  • Landkreise und Kommunen
  • Bayerischer Gemeindetag
  • Betriebe der Forst- und Holzbranche und ihre Organisationen (Holzbaugewerbe, Innen- und Außenbau, IHK und HWK, Innungen)
  • Forstliche Betriebsgemeinschaften
  • Forstliche Vereinigung Unterfranken e. V.
  • Bayerische Staatsforsten
  • Leader-Aktionsgruppen
  • Cluster-Initiative Forst und Holz Bayern

Die Gebietskulisse erstreckt sich auf die gesamte Region Unterfranken.
Das gesamtbayerische Cluster Forst und Holz unterstützt die Bildung eines „Netzwerkes Forst und Holz Unterfranken“ nachdrücklich und hat fachliche Begleitung und Mitwirkung zugesichert. Grundidee für den Aufbau eines regionalen Netzwerkes ist die Schaffung einer systematischen Win-Win-Situation für die Netzwerkpartner.
Ziele sind weiter:

  • Durch Know-how -Transfer von Experten die Innovationskraft zu erhöhen und die Zusammenarbeit zu stärken
  • durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit das Branchenimage zu stärken
  • den Anteil der Holzverwendung zu erhöhen
  • die Bedeutung der Ressource Holz als Bewusstseinsbildung zu implementieren
  • ebenso das Bewusstsein für den Klimaschutz zu erhöhen
  • sowie durch besondere Dienstleistungen wie z. B. Markteinführung innovativer Produkte, Einwerbung von Fördermitteln einen gebündelten Service für die Netzwerkpartner zu bieten.

 

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